Die Stimme von Sandie Wollasch schwingt irgendwo zwischen Karen Carpenter, Kate Bush undRickie Lee Jones, findet sich aber immer wieder bei „Sandie“. Die Musik bewegt sich federleicht zwischenPop und Jazz.Eine klang-ästhetische Nähe zu DePhazz möchte man nicht verleugnen. Über Jahre hat ProduzentPit Baumgartner seine electro-organischen Musikkollagen etabliert.Auf „Economic Poetry“ wendet er die selbe Technik beim Texten an; lyrische Zitat-Splitterder zeitgenössischen Literatur werden zu Popsongs verdichtet...“better pay the poet“.Alles schon mal gehört?...klar doch bzw. auf keinen Fall.Baumgartner‘s Verständnis von Kunst bezieht sich auf eine gemeinsame „Muttererde“, aus der allerdingsimmer wieder unterschiedliche Pflanzenarten sprießen...in der Musik als auch in der Literatur.“Economic Poetry“ ... reimt sich auf sanfte Unverschämtheit (“The problem with you, is your problemwith me“) und energische Zurückhaltung („Being here, is just a way to be somewhere“).„Albert on the bike“ ist eine Widmung an Albert Hoffman, der die „Pop-Poetry“ schwer messbar aber wohlnachhaltig beeinflusst hat.Quicksand ist das Geständnis der „unerreichbaren Schönen“, die nur Ärger verursacht, wo immer sieauftaucht. Die Nadel spitz, die Klinge dünn. Schmerzlos aber verwundbar. Dazu passt die Statistik, dassich bei Fußballspielern das Verletzungsrisiko erhöht, je mehr Frauen zuschauen.„Economic Poetry“ reimt sich auf amüsantes Songwriting, entspannte Interpretationen und stilsichererKlang ... passt in jede Schublade ... aber gerne doch.Zu Weihnachten 2010 ... für alle, die eine stimmungsvolle Alternative zu den Songs von“Last Christmas” suchen. “Ding Dong Day” ist kein Weihnachtslied, passt aber blendend zur Jahreszeitund zu dem viel zu frühen Sonnenuntergang über den Klippen Irlands, wo ja bekanntlich derWeihnachtsmann wohnt...oder auch nicht.