Tango Scandale

Tango Scandale

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Ungewöhnliche Tangos sind das: Ein Gedicht von Wilhelm Busch, das die UKW Band in einen „Bratentango“-Song verwandelte, und unsere Vertonung des Bertolt-Brecht-Gedichtes „Das Schiff“. Ein finnischer Tango, „Elsa Kohtalon Lapsi“, dessen Text die Bandmitglieder in mühevoller Kleinarbeit herausgehört haben und mitsingen, soweit sie ihn verstanden haben. Der feuchteste aller Tangos: „La Paloma“, gegurgelt und mit neuem Text. Der bekannteste aller Tangos, die uns bekannt sind, „La Cumparsita“, der in dem Film „Manche mögen’s heiß“ vorkommt, in der Szene, wo Jack Lemmon mit „Froschmaul“ tanzt und der Mann zum Manne sagt: „Sie führen schon wieder, Daphne!“. Ele Grimm singt die Lieder ebenso wild und zärtlich wie sie Geige spielt. Auf der CD ist aber wesentlich mehr zu hören als nur Tangos: Die aktuelle Filmmusik „Hochzeit“ aus Kebab Connection (Regie: Anno Saul, Buch: Fatih Akin; Wüste Film) hat einen starken Rembetiko-Einschlag. „Hochzeit“ ist der gelungene Fall eines Stückes ohne sauberes Ende: Denn während dieser Hochzeit treten Gangster auf den Plan, und die Musiker verlassen fluchtartig die Bühne. Und es gibt ein jazziges Gangster-Stück: „Krimi“ aus Fatih Akins Film „Sensin – Du bist es!“. Überhaupt Jazz! Diese CD ist erheblich jazziger geworden als die erste. Mit dazu beigetragen haben unsere fantastischen Gastmusiker: In Tom Waits‘ „Tango ‘Til They’re Sore“ sind die Trompete von Hermann Süß und die E-Gitarre von Uli Kringler zu hören. Edgar Herzog spielt Klarinette und Erol Arslan die türkische Laute Saz in „Hochzeit“. Shahla Khosravi singt den persischen Tango „Gisujad“ (Haarlocke) und das kurdische Lied „Chuscha Oraman“. Tina Armbrust spielt die Congas in „Der Ring“. Dieses Stück groovt auf südafrikanische Weise, bändselt balkanisch an mit einem leichten Abgang nach Ska und geht dann afro-kubanisch aus. Anders als bei der letzten CD wurden die meisten Stücke von den Mitgliedern der Band gemeinsam eingespielt, auch die Gesangsnummern. Die Aufnahmen wurden in der erstaunlich „trocken“ klingenden Moorburger Kirche gemacht. Reiner Damisch kam mit seinem mobilen Studio, Laptop, Mischpult und vielen Mikrofonen und brauchte für den Aufbau nicht viel länger als wir zum Stimmen der Instrumente. Als wir ein Klavier brauchten, bauten wir kurzerhand das Studio im Wohnzimmer auf und nahmen es zusammen mit Yogis Becken als Groove-Referenz auf. Die anderen spielten zu diesen Aufnahmen in der Kirche. So hat diese CD einen Live-Charakter bekommen. Die „notwendige Schaufel Dreck“ ist herauszuhören. Uli Kringler hat das ganze dann in seinem Studio gemischt. Zu guter letzt gibt es Niki Woernles lustig-anarchischen Remix vom Tango Scandale, den Tangobruch. Wir empfehlen, die Wahlwiederholung einzuschalten, so dass nach dem Remix das Original kommt, und so immer weiter... Die CD hat zwei verschiedene Cover bekommen. So lässt sich je nach Tagesform das Gangstercover (eine Referenz an das Filmplakat zu Fatih Akins „getürkt“) oder das Tangocover einlegen.