Daniel Herrmann kennt sie seit seiner Kindheit, die unendlichen Weiten dieser Welt, das Schimmern des Ozeans unter den Tragflächen und den Blick aus einer Perspektive, dem etwas Zeitloses, Ewiges und Erhabenes anhaftet. Als Sohn eines Flugkapitäns und einer Stewardess wuchs er über den Wolken auf, verbrachte einen Großteil seines Lebens auf Reisen und sammelte Eindrücke, denen er im Laufe der folgenden Jahre auf unterschiedlichen Ebenen Ausdruck verlieh. Zurückblickend scheint es so, als wäre sein musikalischer Werdegang bereits vorprogrammiert gewesen. Der Großvater war Orgelbauer. Kaum ein Raum, in dem nicht eines dieser Instrumente stand, auf denen er bereits in jungen Jahren mit großer Begeisterung herumklimperte. Es folgten Stationen in Heavy, Punk und Krautrock Bands und konsequenterweise die ersten Synthesizer. Ein Projekt für die Kunstschule, eine Kombination aus alten Super 8 Aufnahmen seiner Eltern und eigenem Material, war die Geburtsstunde für den Künstlernamen Flug 8. Seine zweite große Liebe gilt dem Fotografieren. Das Gefühl für den richtigen Moment, den intimen Augenblick bewies er unter anderen im einjährigen Foto-Projekt „12 x 672“- eine Kooperation mit Tobias Thomas. Im berühmten Robert Johnson in Offenbach hob man nicht nur das Fotografie-Verbot für ihn auf, sondern dort traf er nach einer langen, abendlichen Studiosession auf Acid Pauli. Einem „gemütlichen Absacker“ folgten 2008 die erste 12“ „Taunus“ und ein Jahr später das leider kaum wahrgenommene Album „Lösch dein Profil“ auf dessen Smaul Imprint. Ein weiterer Höhepunkt für ihn war sicherlich das Tourjahr mit den Red Hot Chili Peppers, deren erstes Livealbum er mit seinen Aufnahmen gestaltete. Dies sind nur ein paar der kreativen Eckpfeiler, in welche Herrmann seine Initialen meißelte. Und nun, (nach einem mehr als fünf Jahre andauernden Schaffens- und Auswahlprozesses) sein Disko B Debüt: „Trans Atlantik ist mehr als eine Ansammlung von Tracks, es ist die Essenz all dieser Bilder, Eindrücke und Emotionen, die Daniel Herrmann während der manchmal endlosen Stunden des Reisens und der Einsamkeit sammelte. „Zeitraffer“, „Trans Atlantik“ und „Android“ sind Reminiszenzen an große Elektronik Labels wie Sky oder Brain, und stehen in der Tradition herausragender Künstler wie Klaus Schulze oder Kraftwerk, ohne in der Vergangenheit zu verweilen, sondern haben ihren Blick unbeirrt in die Zukunft gerichtet. Erwähnenswert ist auch die Zusammenarbeit mit N.U. Unruh, welcher nicht nur den Einstürzenden Neubauten, sondern auch „Musik aus Metall“ die passenden Sounds einhämmerte. Aus der Zusammenarbeit mit der Dänischen Künstlerin Kristina Kristoffersen aka Mono Girl enstanden die fragile Elektropop-Schönheit „Watch Me Grow und und die Gothic Hymne „On A Spear“. Ganz klar, dass der Signature Sound in Form von krautig-housigem Techno nicht fehlen darf - der Dance Floor bebt bei „Konsumprodukt“ und „Zukunft“. Wenn es eine Konstante im Disko B Universum gibt, dann besteht sie darin, die Labelfamilie beständig um einzigartige Künstler zu erweitern, und wir sind mehr als stolz, an Bord von Flug 8 zu gehen, um uns gemeinsam mit ihm auf den Trip ins Unbekannte zu begeben: Sky’s the limit!!