Mit ihrem Debutalbum 'Ein Mensch, ein Ding, ein Traum' präsentierte sich die Band um den kreativen Kopf Oliver Uckermann als ungewöhlich ausgereifter Newcomer im deutschsprachigem Electro-Gothic Bereich, was von Presse und Clubgängern mit auch viel positiver Resonanz belohnt wurde (u.a. Orkus-Newcomer des Monats Mai 2000).Die anspruchsvolle deutschsprachige Lyrik und die differenzierten, oft komplexen Arrangements waren es, die Stillste Stund von anderen Bands des Genres deutlich abhoben. Die auf dem Debut noch stark von deutschen Romantikern und Philosophie des 20.Jhds geprägten Texte verlangen Aufmerksamkeit und den Mut, sich mit den eigenen Ängsten und Wünschen zu beschäftigen. Dies ist auch auf USPRUNG PARADOXON, ihrem zweiten Album, zu hören. Fast 2 Jahre sind nun vergangen. Wohl Zeit genug um etwas zu schaffen, das diese Linie nun fortsetzen kann: BIESTBLUT - Zwei in einem (Ein Gedankenkonstrukt in 7 Szenen) Mit Biestblut legen Stillste Stund ein Hörerlebnis der besonderen Art vor, das sich vom derzeitigen Musikangebot des Genres abheben dürfte. Als bisher umfangreichstes und musikalisch ausgefeiltestes Konzeptalbum ist Biestblut eher als eine Art Gesamtwerk, (ähnlich einer Oper oder Filmmusik) zu verstehen. Die weitgehend klassisch-orchestrale, 77-minütige Umsetzung einer komplexen, surrealen Geschichte (23 Tracks in 7 Szenen) verbreitet eine märchenhaft-dunkle Atmosphäre, in der 7 eigenständige Stücke - mal ruhiger mal tanzbar - harmonisch eingebunden sind. (Eine vielschichtige Kulisse aus Natur- und Industriegeräuschen versetzt den Hörer in eine andere Dimension.)