HEATED LAND ist ein Songwriteralbum, das roh und stoisch in diesem sonst so einfühlsamen Genre steht. Man möchte fast archaisch dazu sagen. Die einzigen gültigen musikalischen Koordinaten dieses Albums liegen zwischen Howlin´ Wolf, Little Walter und Son House auf der einen und Bob Dylan, Townes van Zandt und JJ Cale auf der anderen Seite. HEATED LAND saugen Inspiration fast ausschließlich aus alten Bluesplatten, schaffen in der Mimikry eines Folk- und Songwriteralbums jedoch fast schon avantgardistische Popsong-Miniaturen. HEATED LAND stellten gemeinsam mit Sound Engineer Torsten Lang in einem verlassenen Bahnwärterhäuschen neben einer von Personalabbau und Fahrgastmangel entvölkerten S-Bahnstation am Rande Dresdens Mikrofone auf und spielten (abgesehen von vereinzelten backing vocals und der pedal steel guitar in „Smash Glass“) das gesamte Album inklusive Gesang an wenigen Tagen live ein. Eine mal schneidende, mal freischwebende, mal groovende Momentaufnahme extrem ausgefeilter Lieder.