Ach Anna

Ach Anna

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Jochen Baldes' KOBAL: Das dritte Ohr ist ein Auge - or: Jazz is a different kind of reading In einem großen Wurf hat der Züricher Saxophonist und Arrangeur Jochen Baldes den mehrfach ausgezeichneten Gedichtzyklus „ach anna. seufzerkalendarium“ des Hamburger Dichters Nicolai Kobus zur abendfüllenden Suite auskomponiert. Baldes hat sich längst in Jazzkreisen nicht nur einen wohltönenden Namen gemacht, sondern vor allem zwischen New Yorker Post-Bop und Swiss-Neo-Cool sein ganz eigenes, höchst vitales Biotop gefunden. Weit gespannte, mehrstimmige Melodiebögen in filigranen Arrangements, die alle Improvisationsräume klar konturieren und dennoch weit offen gestalten, schaffen eine ideale zweite Lebenswelt für die traditions-gesättigten, hochironisch elaborierten, aber mit handfestem Pathos bodennah gehaltenen Texte. Kobus selbst gibts seinen Arbeiten die Stimme, gewissermaßen als literarischer Sextaner in einem hochkarätig besetzten Jazz-Quintett. Jochen Baldes debutierte Anfang 2007 bei der Reihe Jazz thing Next Generation (mit seinem Projekt Subnoder, von dem er Michael Gassmann übernommen hat), für das er allseits Lob einsammelte. Einen beherzten und beflügelten Improvisator nennt ihn die Neue Zürcher Zeitung, ...die Beschäftigung mit dieser Musik lohnt sich, war in Stereo zu lesen. Jetzt wurde es Zeit für das Multitalent - Baldes ist auch als Maler und Bildhauer aktiv -, zu neuen Ufern aufzubrechen. Nun ist die Verbindung von Jazz und Lyrik zwar keine brandneue Idee - aber sicher ist dieses Genre beileibe noch nicht mit ihren ganzen Möglichkeiten ausgelotet. Baldes gelingt, was bei bisherigen Versuchen oft nicht funktionierte: eine harmonische Verbindung von Text und Tönen. Allerdings ist ach anna auch eine Steilvorlage für einen offenen und aufmerksamen Musiker: Für seinen Gedichtzyklus erhielt der 1968 geborene Kobus u.a. den Förderpreis zum Ernst-Meisner Preis (2005). Das Urteil der Jury: „Nicolai Kobus munteres „Seufzerkalendarium“, bestehend aus einem 'Ach Anna' – Liebes-gedicht für jeden Monat des Jahres, aus Prolog und Epilog, beeindruckt durch seinen spielerisch-konsequent durchgehaltenen, naiv-burschikosen und dabei auch selbstironischen Ton. Die Texte überzeugen durch ihre rhythmische Kraft, ihre große klangliche Intensität und die formale Sicherheit des Autors.“ Das kann man geradezu als Aufforderung verstehen, den Text in einen weiter gehenden musikalischen Kontext zu stellen. Mit Jochen Baldes hat Kobus einen kongenialen Partner gefunden, mit ihm und seinen musikalischen Partnern an der Seite wird Nicolai Kobus ab Herbst 2009 das Projekt live präsentieren.